Wo man sich dem Himmel nahe fühlt: ein Jubiläums-Fellnerfest bei traumhaft schönem Wetter

Hochfellnfest 2015, Altar

Der 6. August ist jedes Jahr ein fester Termin in unserem Kalender. An diesem Tag wird auf dem Hochfelln das Patrozinium des Taborkirchleins, das Fellnerfest, gefeiert. Fällt der Tag auf einen Werktag, so muss man sich halt Urlaub nehmen, um dabei sein zu können – und das tun sehr viele Menschen aus der gesamten Region, nicht nur bei schönem Wetter. Der Hochfelln ist der Hausberg der Bergener, wird aber auch von den Ruhpoldingern für sich reklamiert.

Am 6. August 1890, dem Tag der Verklärung Christi auf dem Berg Tabor, wurden Kirche und Gasthaus geweiht. Dieses Jahr konnte also das125jährige Jubiläum gefeiert werden. Und wie es gefeiert wurde!!

Hochfellnfest 2015, Aussicht

Bei traumhaftem Wetter strömten schon am frühen Morgen von allen Seiten die Besucher dem Berggipfel zu.  Bei jedem Halt bietet sich ein anderer atemberaubender Ausblick auf die Chiemseelandschaft oder in die Bergwelt der nördlichen Kalkalpen. Natürlich bringt auch die Hochfellnseilbahn viele Gäste auf den Gipfel.

Hochfellnfest 2015, Böllerschützen

Und dann der Gottesdienst!!  Man steht auf dem Südhang und schaut hinauf zum Altar unter dem Dach des Vorbaus. Mehrere Geistliche, unter ihnen auch Weihbischof Haßlberger, ein echtes Ruhpoldinger „G`wachs“, zelebrierten die Messe. Viele Vereine mit ihren Vereinsfahnen und auch die historische Trachtengruppe aus Bergen boten ein prachtvolles Bild.

Die Böllerschützen standen wie ein Gamsrudel auf dem Felsen hinter dem Hochfellnhaus. Die Miesenbacher Blasmusik aus Ruhpolding unterstützte den Gesang der Gläubigen – und das unter einem strahlend blauen Himmel, unterbrochen von schneeweißen Haufenwölkchen, ganz so, wie es dem Text der Bayernhymne entspricht. Und wenn dann zum Abschluss des Gottesdienstes von allen Anwesenden diese Hymne, die auch ein Kirchenlied ist, aus vollem Herzen gesungen wird, dann geht es mir schon ans Herz, dann bin ich ganz ergriffen von diesem Gipfelerlebnis in der herrlichen Natur und wünsche mir, dass ich so etwas noch oft erleben kann.

 

Nach diesen bewegenden Momenten finde ich mich aber ganz schnell in der Realität wieder und versuche, einen Platz an einem der Biergartentische vor dem Gasthaus zu ergattern. Die Blasmusik spielt schneidig auf, man stärkt sich mit Bier, Würstl, Kaiserschmarrn und diversen Schmankerln aus der Hochfellnhausküche, trifft viele Freunde und auch Schulkameraden aus der Jugendzeit, man politisiert oder wärmt alte Geschichten auf – und dann muss man sich überlegen, ob der Zustand der Kniegelenke oder der vorangegangene Alkoholgenuss noch einen sicheren Abstieg zu Fuß zulassen oder ob man lieber auf die Seilbahn vertrauen sollte.

Wir sind dieses Jahr lange sitzen geblieben – „weils so schee war“ – und haben dann die Seilbahn gewählt – eine weise Entscheidung!

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